Tesla sucht Personal für Solar-Offensive

Tesla sucht Personal für Solar-Offensive – dieser Titel bringt die neue strategische Ausrichtung des Konzerns auf den Punkt. Der US-Elektroautohersteller treibt den massiven Ausbau seines Solargeschäfts mit Nachdruck voran und sucht dafür gezielt Ingenieure, Wissenschaftler und technische Fachkräfte. Ziel ist nichts Geringeres als der Aufbau einer der größten Solarfertigungen der Welt. Bis Ende 2028 will Tesla eine Produktionskapazität erreichen, die das heutige US-Niveau deutlich übersteigt und die heimische Energieversorgung grundlegend verändern könnte.

Tesla sucht Personal für Solar-Offensive
Tesla sucht Personal für Solar-Offensive

Das Wichtigste in Kürze

  • Tesla plant bis Ende 2028 eine Solarfertigung mit 100 Gigawatt Kapazität in den USA
  • Der Konzern sucht dafür verstärkt Ingenieure, Wissenschaftler und Entwicklungsingenieure
  • Die Produktion soll komplett ausgehend von US-Rohstoffen erfolgen
  • Das Ziel liegt weit über der aktuellen US-Solarkapazität
  • Analysten bewerten den Zeitplan als sehr ambitioniert und risikobehaftet

Was bedeutet Teslas Solar-Offensive konkret?

Tesla will seine Solarsparte massiv ausbauen und bis 2028 eine Produktionskapazität von 100 Gigawatt in den USA schaffen. Dafür stellt das Unternehmen gezielt technisches Fachpersonal ein und setzt auf eine vollständig inländische Lieferkette.

Teslas ambitionierte Solar-Offensive im Überblick

Die Solar-Offensive von Tesla ist eng mit der Vision von Elon Musk verknüpft. Der Konzernchef hatte das Ziel von 100 Gigawatt Produktionskapazität bereits im Vormonat formuliert. Einen konkreten Zeitrahmen nannte er damals jedoch noch nicht. Dieser wurde nun erstmals durch Stellenausschreibungen und öffentliche Beiträge leitender Manager konkretisiert. Bis Ende 2028 soll die neue Solarfertigung stehen. Damit würde Tesla in eine Größenordnung vorstoßen, die den gesamten US-Markt grundlegend verändern könnte. Die Offensive ist klar langfristig ausgelegt. Sie soll Tesla zu einem der führenden Akteure im globalen Solarsektor machen.

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Personaloffensive: Ingenieure und Wissenschaftler gesucht

Im Zentrum der Strategie steht der gezielte Aufbau von Know-how. Tesla sucht vor allem Ingenieure, Wissenschaftler und Entwickler mit Erfahrung in komplexen Fertigungsprozessen. Seth Winger, Manager für Solarprodukte, bezeichnete das Projekt öffentlich als „kühn und ehrgeizig“. Er betonte, dass schnelles Wachstum nur mit hochqualifiziertem Personal möglich sei. Auch Technikdirektor Ralf Gomm richtete ähnliche Aufrufe an potenzielle Bewerber. Die Botschaft ist klar: Wer an technologischen Grenzen arbeiten will, findet bei Tesla ein Umfeld mit enormem Tempo. Die Personaloffensive ist damit ein zentraler Hebel der Solar-Offensive.

Konkreter Zeitplan bis 2028 erstmals genannt

Besonders relevant ist der erstmals genannte Zeitrahmen. Bis Ende 2028 soll die vollständige Fertigungskapazität von 100 Gigawatt erreicht sein. Das ist bemerkenswert, da Tesla bisher selten so konkrete Zeitpläne für neue Geschäftsfelder kommuniziert hat. Gleichzeitig reagierten weder das Unternehmen noch Elon Musk auf Presseanfragen. Die Informationen stammen aus öffentlichen Managerbeiträgen und Stellenausschreibungen. Für den Markt ist dieser Zeitplan dennoch ein starkes Signal. Er zeigt, dass Tesla das Solargeschäft nicht als Nebenprojekt betrachtet. Stattdessen soll es ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie werden.

Einordnung im Vergleich zur aktuellen US-Solarkapazität

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie ambitioniert Teslas Ziel ist. Laut der Solar Energy Industries Association verfügen die USA derzeit über deutlich geringere Kapazitäten.

Bereich Aktuelle US-Kapazität Teslas Ziel
Solarmodule 65 GW 100 GW
Solarzellen 3,2 GW Teil der 100 GW

Solarzellen gelten als Schlüsseltechnologie, da sie Sonnenlicht direkt in Energie umwandeln. Ihre Produktion wird aktuell stark von China dominiert. Teslas Ansatz, die komplette Wertschöpfung in die USA zu holen, wäre daher ein struktureller Bruch mit bestehenden Abhängigkeiten. Genau das macht das Projekt so außergewöhnlich.

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Skepsis von Analysten und Marktbeobachtern

Trotz der klaren Ziele bleibt die Skepsis groß. Viele Analysten verweisen auf frühere Zeitpläne von Elon Musk, die nicht eingehalten wurden. Jeff Osborne von TD Cowen sprach in einer Analyse sogar von „eher Wunschdenken als wahrscheinlich“. Die Kritik richtet sich weniger gegen die Vision als gegen die Umsetzbarkeit im geplanten Zeitfenster. Hohe Investitionen, Fachkräftemangel und komplexe Lieferketten gelten als Risiken. Dennoch erkennen Beobachter an, dass Tesla mit seiner Ankündigung den Druck auf die gesamte Branche erhöht. Allein die Zielmarke verändert die Marktdebatte.

Politischer Gegenwind und strategischer Bruch

Die Solar-Offensive ist auch politisch brisant. Elon Musk positioniert sich damit klar gegen die Linie der US-Regierung unter Donald Trump. Während Musk Solarstrom und Batteriespeicher als Lösung für den steigenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren sieht, kritisiert Trump erneuerbare Energien offen. Er bezeichnet sie als teuer und ineffizient. Stattdessen fördert seine Regierung fossile Energieträger und Kernkraft. Teslas Strategie steht damit im direkten Gegensatz zur aktuellen Energiepolitik. Das erhöht die Unsicherheit, verstärkt aber auch den Symbolcharakter des Projekts.

Frühere Probleme mit der Solarfertigung bei Tesla

Tesla hat im Solargeschäft bereits Rückschläge erlebt. Nach der Übernahme von SolarCity im Jahr 2016 sollte in Buffalo, New York, eine Solarfabrik mit einem Gigawatt Kapazität entstehen. Der damalige Partner Panasonic zog sich jedoch 2020 aus dem Projekt zurück. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Heute nutzt Tesla die Anlage vor allem für Supercharger-Ladesäulen. Die „Solar Roof“-Dachziegel spielen nur noch eine Nebenrolle. Diese Erfahrung zeigt, dass Teslas Solar-Offensive nicht ohne Risiko ist. Gleichzeitig erklärt sie, warum das Unternehmen nun deutlich größer denkt.

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Fazit

Tesla sucht Personal für die Solar-Offensive – und das aus gutem Grund. Mit dem Ziel von 100 Gigawatt bis 2028 setzt der Konzern eine Marke, die den gesamten US-Solarmarkt herausfordert. Der Plan ist mutig, technologisch anspruchsvoll und politisch brisant. Ob er aufgeht, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Tesla bringt Bewegung in die Energiewende und zwingt Politik wie Industrie, neu zu denken.

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