Von Mad Max zu Mad Mel: Gibsons Leben

Mit Mel Gibson verbindet Hollywood Extreme. Weltweiten Ruhm, tiefe Abstürze und spektakuläre Comebacks. Am 3. Januar 2026 wird der Schauspieler, Regisseur und Produzent 70 Jahre alt. Sein Name steht für Kultfilme wie „Mad Max“, Oscar-Erfolge wie „Braveheart“ und massive Kontroversen. Nun sorgt Gibson erneut für Schlagzeilen. Zwei neue Jesus-Filme sind angekündigt. Der einstige Actionheld kehrt damit zu seinem spirituellen Lieblingsgenre zurück – und bleibt eine der widersprüchlichsten Figuren der Filmgeschichte.

Von Mad Max zu Mad Mel: Gibsons Leben
Von Mad Max zu Mad Mel: Gibsons Leben

Das Wichtigste in Kürze

  • Mel Gibson feiert 2026 seinen 70. Geburtstag und plant zwei neue Jesus-Filme für 2027
  • Der Durchbruch gelang ihm mit „Mad Max“, der Spitzname „Mad Mel“ folgte später
  • Zwei Oscars gewann er 1996 für „Braveheart“ als Regisseur und Produzent
  • Antisemitische Ausfälle, Alkoholprobleme und Gerichtsverfahren schadeten seinem Ruf massiv
  • Mit „Hacksaw Ridge“ gelang ihm 2017 ein starkes Comeback als Regisseur

Warum gilt Mel Gibson als „Mad Mel“?

Mel Gibson erhielt den Spitznamen „Mad Mel“, weil er nach seiner Rolle in „Mad Max“ durch private Skandale, extreme Aussagen und unberechenbares Verhalten auffiel, die sein öffentliches Image nachhaltig prägten.

Vom australischen Nobody zum Weltstar

Der Weg von Mel Gibson begann fernab von Hollywood. Geboren in New York, wuchs er mit zehn Geschwistern auf und zog als Zwölfjähriger nach Australien. Dort absolvierte er 1977 eine renommierte Schauspielschule in Sydney. Zu seinen späteren Mitabsolventen zählten Stars wie Cate Blanchett und Sam Worthington. Der Durchbruch kam schnell. Regisseur George Miller besetzte ihn 1979 in „Mad Max“. Der Film wurde Kult. Gibson war über Nacht ein internationaler Actionstar. Es folgten anspruchsvolle Dramen und schließlich der Sprung nach Hollywood.

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Mad Max, Lethal Weapon und der Aufstieg zum Superstar

„Mad Max“ machte Gibson berühmt, „Lethal Weapon“ machte ihn unsterblich. Ab 1987 jagte er gemeinsam mit Danny Glover viermal als Cop durch Los Angeles. Regisseur Richard Donner formte das Duo zu einer der erfolgreichsten Actionreihen der Filmgeschichte. Parallel zeigte Gibson seine ernste Seite in Filmen wie „Gallipoli“. Sein Image schwankte zwischen charismatischem Star und kompromisslosem Einzelgänger. In dieser Phase galt er als einer der bestbezahlten Schauspieler der Welt.

Doppelter Oscar-Triumph mit Braveheart

1996 erreichte Gibson den Zenit seiner Karriere. Mit „Braveheart“ spielte er nicht nur die Hauptrolle, sondern führte auch Regie. Der Film gewann fünf Oscars. Gibson erhielt die Auszeichnungen für beste Regie und als Produzent des besten Films. Hollywood feierte ihn als kreatives Multitalent. Magazine wie Forbes erklärten ihn später zum mächtigsten Künstler der Filmbranche. Gibson hatte sich vom Actiondarsteller zum anerkannten Auteur entwickelt.

Glaube, Gewalt und Kontroversen um Jesus-Filme

2004 sorgte Gibson erneut für Schlagzeilen. „Die Passion Christi“ zeigte die letzten Stunden Jesu in drastischer Bildsprache. Der Film wurde als antisemitisch kritisiert, war extrem gewalttätig und dennoch ein Kassenerfolg. Über 610 Millionen Dollar spielte er weltweit ein. Gibson finanzierte das Werk selbst. Gedreht wurde in Aramäisch, Hebräisch und Latein. Für ihn war der Film Ausdruck seines tiefen katholischen Glaubens. 2027 will er nun mit „The Resurrection of the Christ“ einen zweiteiligen Nachfolger veröffentlichen.

Abstürze, Skandale und der Ruf als „Mad Mel“

Der Spitzname „Mad Mel“ wurde Realität. 2006 folgte ein Alkohol-Eklat mit rassistischen Ausfällen bei einer Polizeikontrolle. Gibson entschuldigte sich später öffentlich. Weitere Skandale folgten. Ein Sorgerechtsstreit, Gewaltvorwürfe und Bewährungsstrafen beschädigten seinen Ruf massiv. Filme floppten. Kritiker prophezeiten sein Karriereende. Gibson wurde zum Außenseiter in Hollywood. Auch seine offenen Sympathien für Donald Trump isolierten ihn zusätzlich.

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Comeback, Trump-Nähe und neue Mission

2017 meldete sich Gibson eindrucksvoll zurück. Mit „Hacksaw Ridge“ erhielt er sechs Oscar-Nominierungen. Er selbst war erneut als bester Regisseur nominiert. Der Film zeigte einen pazifistischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Es war ein stilles, kraftvolles Comeback. 2025 wurde Gibson von Trump gemeinsam mit Sylvester Stallone und Jon Voight zum Hollywood-Sonderbotschafter ernannt. Nach dem Brand seiner Villa in Malibu sprach Gibson von Läuterung. Er sehe sich von Gott zu neuen Jesus-Filmen berufen.

Turbulentes Privatleben und neun Kinder

Auch privat verlief Gibsons Leben extrem. 1985 wurde er zum ersten „Sexiest Man Alive“ gekürt. 2009 endete seine 30-jährige Ehe mit Robyn Moore. Sieben Kinder gingen aus dieser Beziehung hervor. Nach einer Beziehung mit Oksana Grigorieva kam Tochter Lucia zur Welt. 2017 wurde Sohn Lars geboren. Ende 2024 trennte sich Gibson von Rosalind Ross nach neun Jahren Beziehung. Heute ist er Vater von neun Kindern und steht erneut im Fokus der Öffentlichkeit.

Fazit

Mel Gibson bleibt ein Paradox. Genie und Skandalfigur. Oscar-Preisträger und Außenseiter. Vom „Mad Max“-Helden zum „Mad Mel“. Mit 70 Jahren denkt er nicht an Ruhestand. Zwei neue Jesus-Filme sollen sein Vermächtnis prägen. Ob späte Erlösung oder nächste Kontroverse – Mel Gibson polarisiert weiterhin. Und genau das macht ihn bis heute relevant.

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