Dieb (18) knackt Schließfach eines Millionärs in Hannover

Der Fall „Dieb (18) knackt Schließfach von Multimillionär“ sorgte in Hannover für großes Aufsehen. Ein damals erst 18 Jahre alter Ukrainer verschaffte sich Zugang zum Tresorraum der Degussa-Filiale und stahl innerhalb weniger Minuten Edelmetalle im Wert von über 150.000 Euro. Mit nur einem Handy, einem präparierten Schraubenzieher und einem ausgeklügelten Plan gelang es ihm, das Schließfach eines bekannten Multimillionärs zu knacken. Mehr als ein Jahr lang blieb der Täter verschwunden, bevor er schließlich bei der Wiedereinreise nach Deutschland festgenommen wurde. Der spektakuläre Einbruch wirft Fragen zur Sicherheit von Schließfächern, zu kriminellen Netzwerken im Internet und zu den Hintermännern des Coups auf.

Dieb (18) knackt Schließfach eines Millionärs in Hannover
Dieb (18) knackt Schließfach eines Millionärs in Hannover

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 18-jähriger Ukrainer knackte ein Schließfach eines Multimillionärs in der Degussa-Filiale Hannover.
  • Er stahl 8 Kilogramm Silber und 1 Kilogramm Gold im Wert von über 150.000 Euro.
  • Der Täter wurde über eine Telegram-Gruppe für den Einbruch angeworben.
  • Nach über einem Jahr Fahndung wurde er Ende 2025 bei der Wiedereinreise nach Deutschland festgenommen.
  • Das Amtsgericht Hannover verurteilte ihn zu 18 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung.

Der spektakuläre Schließfach-Diebstahl in Hannover

Der Einbruch ereignete sich in der Degussa Goldhandel GmbH in Hannover. Dort lagerten zahlreiche Kunden Edelmetalle in gemieteten Schließfächern. Zu den Kunden gehörte auch der bekannte Multimillionär Wolfgang F. (71). Sein Schließfach wurde im August 2024 Ziel eines raffiniert geplanten Diebstahls. Der Täter war damals erst 18 Jahre alt und ukrainischer Staatsbürger.

Trotz seines jungen Alters gelang es ihm, den Sicherheitsmechanismus des Schließfachsystems auszunutzen. Der Einbruch verlief überraschend schnell. In weniger als zehn Minuten hatte er das Schloss geöffnet und die Edelmetalle an sich genommen. Die Beute bestand aus insgesamt neun Kilogramm Edelmetall. Darunter befanden sich acht Kilogramm Silber sowie ein Kilogramm Gold. Nach aktuellem Marktpreis hatte die Beute einen Wert von mehr als 150.000 Euro.

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Edelmetall Menge geschätzter Wert
Silber 8 kg hoher fünfstelliger Betrag
Gold 1 kg über 60.000 €
Gesamtwert 9 kg über 150.000 €

Nach der Tat verließ der Dieb ruhig das Gebäude. Das Personal bemerkte zunächst nichts.

Der Täter: Valeriie C. und seine Hintergründe

Der Täter heißt Valeriie C., heute 20 Jahre alt. Zum Zeitpunkt der Tat war er 18 Jahre alt. Er lebte damals als Flüchtling in Chemnitz in Sachsen. Laut Prozessakten geriet er über das Internet in kriminelle Kontakte. Besonders wichtig war eine Gruppe im Messenger-Dienst Telegram. Dort wurde er von einer Person mit dem Namen „Alex“ kontaktiert.

Diese Person bot ihm einen kriminellen Auftrag an. Der Job bestand darin, ein bestimmtes Schließfach in Hannover zu knacken. Als Belohnung wurden ihm 8000 Euro versprochen. Valeriie C. nahm das Angebot an. Damit begann die Planung des Einbruchs. Für den jungen Mann war es offenbar eine Gelegenheit, schnell Geld zu verdienen. Wer genau hinter der Person „Alex“ steckt, ist bis heute unklar. Auch mögliche weitere Beteiligte konnten bisher nicht identifiziert werden.

Planung des Coups mit Handy und Schraubenzieher

Die Vorbereitung des Diebstahls war überraschend einfach, aber effektiv. Zunächst mietete Valeriie C. selbst ein Schließfach in der Degussa-Filiale. Dadurch erhielt er legal Zugang zum Tresorraum. Dieser Raum ist normalerweise nur für Kunden zugänglich. Beim Besuch fotografierte er mit seinem Handy das Schloss des Schließfachs, das er später aufbrechen sollte.

Diese Fotos dienten als Vorlage für das Werkzeug. Danach wurde ein gewöhnlicher Schraubenzieher so abgeschliffen, dass er genau in das Schloss passte. Mit diesem improvisierten Werkzeug wollte er das Schließfach öffnen. Die Methode war simpel, aber offenbar ausreichend. Die Planung zeigte, dass der Täter den Ablauf im Tresorraum genau beobachtet hatte. Er wusste, dass Kunden beim Öffnen ihres eigenen Schließfachs meist allein gelassen werden. Dieses Detail nutzte er gezielt aus.

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Der Diebstahl im August 2024

Mitte August 2024 setzte der junge Mann seinen Plan um. Er erschien in der Degussa-Filiale und gab vor, zu seinem eigenen Schließfach zu wollen. Das Vorgehen wirkte völlig normal. Mitarbeiter begleiteten ihn zunächst zum Tresorbereich. Danach wurde er wie üblich allein gelassen, um seine Kassette zu öffnen. Genau diesen Moment nutzte er aus.

Statt bei seinem Fach zu bleiben, ging er zurück in den offenen Schließfachraum. Dort begann er sofort mit dem Aufbrechen des Zielschlosses. Mit dem präparierten Schraubenzieher gelang ihm der Zugriff schnell. Laut Ermittlungen dauerte der gesamte Vorgang weniger als zehn Minuten. Anschließend nahm er das Edelmetall aus dem Fach. Er steckte Gold und Silber einfach in seine Taschen. Danach verließ er die Filiale ruhig und ohne Aufmerksamkeit zu erregen.

Fahndung, Festnahme und Gerichtsprozess

Nach dem Diebstahl begann eine umfangreiche Fahndung. Die Polizei suchte mehr als ein Jahr lang nach dem Täter. In dieser Zeit war Valeriie C. bereits in seine Heimat zurückgekehrt. Dadurch wurde die Suche deutlich schwieriger. Erst Ende 2025 kam es zur entscheidenden Wendung. Bei seiner Wiedereinreise nach Deutschland wurde er an der Grenze erkannt und festgenommen.

Danach kam er in Untersuchungshaft. Schließlich musste er sich vor dem Amtsgericht Hannover verantworten. Dort gestand er den Einbruch. Das Gericht verurteilte ihn wegen Einbruchdiebstahls. Trotz der hohen Beute fiel das Urteil relativ mild aus. Er erhielt 18 Monate Jugendstrafe auf Bewährung. Die gestohlenen Edelmetalle wurden nie wieder gefunden.

Folgen für Degussa und den bestohlenen Multimillionär

Der Besitzer des aufgebrochenen Schließfachs ist der Multimillionär Wolfgang F. (71). Er gilt als bekannter und schillernder Lebemann in Hannover. Sein Verlust war beträchtlich. Dennoch blieb er finanziell nicht auf dem Schaden sitzen. Nach Informationen aus dem Umfeld wurde er von der Degussa Goldhandel GmbH vollständig entschädigt. Das Unternehmen reagierte außerdem auf den Vorfall.

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Nach dem spektakulären Einbruch wurde das Sicherheitskonzept überarbeitet. Ziel war es, ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Welche konkreten Änderungen umgesetzt wurden, ist nicht öffentlich bekannt. Wolfgang F. selbst wollte den Fall gegenüber Medien nicht kommentieren. Auch zu den gestohlenen Edelmetallen äußerte er sich nicht.

Fazit

Der Fall „Dieb (18) knackt Schließfach von Multimillionär“ zeigt, wie ein einfacher Plan zu einem spektakulären Diebstahl führen kann. Mit minimalem Werkzeug und einer cleveren Vorbereitung gelang es einem jungen Täter, Edelmetalle im Wert von über 150.000 Euro zu stehlen. Trotz langer Fahndung blieb die Beute verschwunden und die Hintermänner sind bis heute unbekannt. Der Fall führte jedoch zu strengeren Sicherheitsmaßnahmen und zeigt, wie anfällig selbst scheinbar sichere Systeme sein können.

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