Strom-Anschlag Berlin: Linksextremer Zoff bei der Vulkangruppe
Nach dem schweren Strom-Anschlag auf eine Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde steht Berlin unter Schock. Zehntausende Haushalte waren tagelang ohne Strom, Heizung und Internet. Der mutmaßlich linksextremistische Angriff sorgt jedoch nicht nur politisch für Aufsehen, sondern auch innerhalb der Szene selbst. Eine überraschende Distanzierung der ursprünglichen „Vulkangruppe“ offenbart einen tiefen ideologischen Bruch. Der Konflikt zeigt, wie fragmentiert und unübersichtlich linksextreme Strukturen inzwischen agieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Am 3. Januar 2026 kam es zu einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde
- Zehntausende Berliner Haushalte waren tagelang von Strom, Heizung und Internet abgeschnitten
- Eine „Vulkangruppe“ reklamierte den Anschlag für sich
- Die ursprüngliche Vulkangruppe distanzierte sich öffentlich von der Tat
- Sicherheitsbehörden gehen von mehreren Gruppen unter gleichem Namen aus
Warum distanziert sich die Vulkangruppe von dem Strom-Anschlag in Berlin?
Die ursprüngliche Vulkangruppe erklärt, dass sie weder für den Anschlag verantwortlich ist noch Angriffe auf zivile Infrastruktur befürwortet. Sie wirft anderen Extremisten vor, ihren Namen zu missbrauchen.
Der Brandanschlag auf die Strominfrastruktur in Berlin
Der Anschlag ereignete sich am 3. Januar 2026 an einer Kabelbrücke nahe dem Kraftwerk Lichterfelde. Dabei wurden Starkstromkabel in Brand gesetzt, was massive Ausfälle zur Folge hatte. Ganze Wohnviertel waren über Tage ohne Stromversorgung. Auch Heizungen und Internetanschlüsse fielen aus. Der Vorfall zeigte, wie verwundbar zentrale Infrastruktur ist. Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck an der Wiederherstellung. Die Tat hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag zehntausender Menschen.
Die öffentliche Distanzierung der ersten Vulkangruppe
Kurz nach dem Anschlag bekannte sich eine „Vulkangruppe“ zur Tat. Doch wenige Tage später folgte eine überraschende Wendung. Die ursprüngliche Vulkangruppe veröffentlichte ein Distanzierungsschreiben auf Indymedia. Darin heißt es klar, dass aktuelle Aktionen nicht von ihr stammen. Man wehre sich dagegen, für fremde Taten instrumentalisiert zu werden. Die Gruppe betont, dass ihr Name missbraucht werde. Diese Erklärung sorgte auch bei Sicherheitsbehörden für Aufmerksamkeit.
Ideologischer Bruch innerhalb der linksextremen Szene
Die erste Vulkangruppe verweist auf ihre Aktionen aus dem Jahr 2011. Diese hätten sich ausschließlich gegen Militär, Bundeswehr und Waffenexporte gerichtet. Angriffe auf zivile Infrastruktur seien für sie nie ein Ziel gewesen. Man habe Kriegspolitik kritisieren wollen, nicht den Alltag der Bevölkerung. Der aktuelle Anschlag widerspreche diesem Selbstverständnis fundamental. Dadurch wird ein tiefer ideologischer Riss innerhalb der Szene sichtbar. Alte und neue Akteure verfolgen offenbar sehr unterschiedliche Strategien.
Ukraine-Krieg als Wendepunkt für die ursprüngliche Gruppe
Nach eigenen Angaben zog sich die erste Generation der Vulkangruppe bereits 2014 zurück. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine habe vieles verändert. Sabotage-Symbole würden heute schneller missverstanden oder politisch instrumentalisiert. Die Gruppe sah darin ein zu hohes Risiko. Deshalb habe man die eigenen Aktivitäten eingestellt. Trotzdem bleibe die grundsätzliche Kritik an Aufrüstung und Waffenexporten bestehen. Die warnenden Worte über kommende geopolitische Konflikte zeigen, dass die Ideologie nicht verschwunden ist.
Sicherheitsbehörden und Ermittlungen nach dem Anschlag
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Der Generalbundesanwalt übernahm den Fall. Polizei, LKA, Staatsschutz, BKA und Verfassungsschutz arbeiten gemeinsam. Hinweise aus dem Internet, Szene-Flyer und Bekennerschreiben werden ausgewertet. Geprüft wird unter anderem der Vorwurf der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Auch besonders schwere Brandstiftung steht im Raum. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner forderte ein entschlossenes Vorgehen gegen die Täter.
Überblick: Zentrale Fakten zum Strom-Anschlag
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Datum des Anschlags | 3. Januar 2026 |
| Tatort | Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde |
| Betroffene | Zehntausende Haushalte |
| Tatverdacht | Linksextremistisch motiviert |
| Ermittlungsbehörde | Generalbundesanwaltschaft |
Fazit
Der Strom-Anschlag von Berlin ist mehr als ein Fall für die Justiz. Er legt offen, wie zersplittert und radikalisiert Teile der linksextremen Szene inzwischen sind. Die Distanzierung der ursprünglichen Vulkangruppe zeigt einen seltenen internen Konflikt. Gleichzeitig macht der Fall deutlich, wie gefährlich Angriffe auf kritische Infrastruktur sind. Die kommenden Ermittlungen werden entscheidend sein. Sie betreffen nicht nur die Täter, sondern auch die Frage, wie extremistische Netzwerke heute funktionieren.