Sattes Plus im Bundestag: Mehr Gehalt für jeden Abgeordneten 2026
Ab Juli gibt es deutlich mehr Gehalt für die 630 Bundestagsabgeordneten. Die Diäten steigen turnusgemäß um 4,2 Prozent. Das bedeutet konkret: fast 500 Euro mehr im Monat für jeden einzelnen Parlamentarier. Grundlage ist die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland. Damit überschreiten die monatlichen Bezüge erstmals die Marke von 12.000 Euro. Auch Bundestagspräsidentin und Stellvertreter profitieren spürbar. Zudem wirkt sich das Plus direkt auf die späteren Pensionen aus.
Das Wichtigste in Kürze
• 630 Bundestagsabgeordnete erhalten ab 1. Juli 4,2 Prozent mehr Diät
• Das entspricht 497 Euro zusätzlich pro Monat
• Die Bezüge steigen von 11.833,47 Euro auf rund 12.330 Euro
• Grundlage ist der Nominallohnindex des Statistischen Bundesamtes
• Auch Pensionen sowie Amtsgehälter von Präsidentin und Stellvertretern steigen
Wie viel mehr Gehalt bekommen Bundestagsabgeordnete ab Juli?
Ab dem 1. Juli steigen die Diäten der 630 Bundestagsabgeordneten um 4,2 Prozent. Das entspricht einem monatlichen Plus von 497 Euro. Die Bezüge erhöhen sich damit von 11.833,47 Euro auf rund 12.330 Euro.
4,2 Prozent mehr: Die konkrete Gehaltserhöhung ab Juli
Zum 1. Juli tritt die nächste turnusmäßige Erhöhung der Abgeordnetendiäten in Kraft. Das Plus beträgt 4,2 Prozent. Für jeden der 630 Bundestagsabgeordneten bedeutet das 497 Euro mehr im Monat. Die bisherige steuerpflichtige Grundentschädigung lag bei 11.833,47 Euro. Künftig erhalten die Parlamentarier rund 12.330 Euro monatlich. Damit wird erstmals die Schwelle von 12.000 Euro überschritten. Es handelt sich um steuerpflichtige Bezüge. Die Erhöhung erfolgt automatisch. Eine gesonderte Abstimmung im Parlament ist nicht mehr erforderlich.
Grundlage: Lohnentwicklung und Nominallohnindex
Die Höhe der Diäten orientiert sich an der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland. Maßgeblich sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Konkret wird der sogenannte Nominallohnindex herangezogen. Dieser Index bildet die durchschnittliche Entwicklung der Bruttolöhne ab. Steigen die Löhne, steigen auch die Diäten. Sinken sie, würden theoretisch auch die Diäten sinken. Dieses Verfahren wurde zu Beginn der Legislaturperiode beschlossen. Es gilt für die gesamte Mandatsdauer. Dadurch wird eine automatische Anpassung gewährleistet.
Dritte deutliche Erhöhung seit 2022
Die aktuelle Anhebung ist nicht die erste kräftige Steigerung. Bereits im Vorjahr waren die Bezüge um 5,4 Prozent erhöht worden. Im Jahr 2023 lag die Erhöhung sogar bei sechs Prozent. Damit ist es die dritte deutliche Diätenerhöhung seit 2022. Die Entwicklung zeigt eine klare Tendenz nach oben. Hintergrund ist die starke Lohnentwicklung in den vergangenen Jahren. Auch Inflation und Tarifabschlüsse spielen indirekt eine Rolle. Die Diäten folgen dabei strikt dem statistischen Mechanismus.
Keine Abstimmung mehr nötig: Beschluss zu Beginn der Legislatur
Über die konkrete Erhöhung muss der Bundestag nicht erneut abstimmen. Zu Beginn der Legislaturperiode im vergangenen Jahr wurde festgelegt, dass die Anpassung automatisch erfolgt. Die Regelung gilt für die gesamte Dauer des Mandats. Damit entfällt eine jährliche politische Debatte über die Diäten. Die Bundestagspräsidentin muss die Anpassung lediglich als Drucksache veröffentlichen. Mit dieser Veröffentlichung tritt die Erhöhung in Kraft. Das Verfahren ist klar geregelt. Es basiert auf einem formalen Beschluss des Parlaments.
Doppeltes Plus für Bundestagspräsidentin und Stellvertreter
Besonders deutlich wirkt sich die Erhöhung bei der Bundestagspräsidentin aus. Julia Klöckner erhält neben ihrer regulären Diät eine zweite Diät als Amtsgehalt. Ihre bisherigen Bezüge lagen bei 23.666,94 Euro im Monat. Durch die Erhöhung steigen sie um 994 Euro. Künftig erhält sie rund 24.661 Euro monatlich. Auch die Stellvertreter profitieren. Sie bekommen eine halbe Diät zusätzlich als Amtsgehalt. Ihre Bezüge steigen von 17.750 Euro auf 18.496 Euro im Monat. Damit fällt das Plus auch in der Parlamentsführung spürbar aus.
| Funktion | Bisherige Bezüge | Neue Bezüge | Monatliches Plus |
|---|---|---|---|
| Abgeordnete | 11.833,47 € | ca. 12.330 € | 497 € |
| Bundestagspräsidentin | 23.666,94 € | ca. 24.661 € | 994 € |
| Stellvertreter | 17.750 € | 18.496 € | 746 € |
Auswirkungen auf Pensionen der Abgeordneten
Die Diätenerhöhung wirkt sich auch auf die Altersversorgung aus. Bundestagsabgeordnete erhalten für jedes Mandatsjahr 2,5 Prozent der Diäten als Pension. Nach einer vollen Legislaturperiode von vier Jahren entspricht das zehn Prozent der aktiven Bezüge. Mit der Erhöhung steigen daher auch die Pensionsansprüche. Bisher lag die Pension nach vier Jahren bei 1.183 Euro. Künftig steigt sie auf 1.233 Euro im Monat. Das sind 50 Euro mehr Altersversorgung pro Monat. Zum Vergleich: Ein Durchschnittsverdiener müsste etwa 30 Jahre arbeiten, um eine vergleichbare Rente zu erreichen. Die Anpassung hat also langfristige finanzielle Folgen.
| Mandatsdauer | Pension bisher | Pension neu |
|---|---|---|
| 4 Jahre | 1.183 € | 1.233 € |
Fazit
Fast 500 Euro mehr im Monat – die Diätenerhöhung ab Juli sorgt für ein sattes Plus im Bundestag. 630 Abgeordnete überschreiten erstmals die 12.000-Euro-Marke. Auch Präsidentin, Stellvertreter und Pensionen profitieren deutlich. Grundlage ist die allgemeine Lohnentwicklung. Die automatische Anpassung verhindert politische Einzelabstimmungen. Klar ist: Die Gehälter im Bundestag steigen weiter – mit unmittelbaren und langfristigen Folgen.