Sparkassen Beute in Gelsenkirchen über 100 Mio. Euro?
Der spektakuläre Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen sorgt bundesweit für Aufsehen. Immer neue Hinweise deuten darauf hin, dass die tatsächliche Beutesumme deutlich höher liegen könnte als zunächst angenommen. Während Versicherungen und Polizei anfangs von einem zweistelligen Millionenbetrag ausgingen, sprechen Aussagen betroffener Kunden inzwischen von Summen jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke. Besonders brisant sind Hinweise auf ungewöhnlich hohe Bargeldbeträge in einzelnen Schließfächern. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch viele Fragen sind noch offen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Beute aus dem Einbruch könnte über 100 Millionen Euro betragen
- Einzelne Kunden meldeten Verluste von mehr als 500.000 Euro pro Schließfach
- Ermittler prüfen Hinweise auf Schwarzgeld und Clan-Gelder
- Fast alle 3.250 Schließfächer der Filiale wurden aufgebrochen
- Die Polizei fahndet öffentlich mit Fotos und Fahrzeughinweisen
Wie hoch ist die Beute beim Einbruch in Gelsenkirchen?
Nach aktuellen Hinweisen aus Sicherheitskreisen könnte die Beute beim Einbruch in der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen über 100 Millionen Euro liegen, deutlich mehr als die ursprünglich genannten Versicherungssummen.
Ungewöhnlich hohe Summen in Kundenschließfächern
Nach Informationen aus Sicherheitskreisen meldeten sich zahlreiche Kunden bei der Polizei. Einige gaben an, jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern aufbewahrt zu haben. Diese Beträge liegen weit über dem üblichen Rahmen privater Bankschließfächer. Genau dieser Umstand lässt die Gesamtsumme der Beute in neue Dimensionen wachsen. Ermittler gehen davon aus, dass sich die Einzelbeträge zu einer dreistelligen Millionensumme addieren könnten. Offiziell bestätigt ist diese Zahl noch nicht. Dennoch gilt sie intern als realistische Möglichkeit. Die Ermittlungen konzentrieren sich daher stark auf die Herkunft der Gelder.
Verdacht auf Schwarzgeld und Clanstrukturen
Besondere Brisanz erhält der Fall durch Hinweise zur Herkunft des Geldes. Laut Berichten von Bild.de wirken einige Angaben der Geschädigten auf die Ermittler ungewöhnlich. Teilweise besteht der Verdacht, dass es sich um Schwarzgeld handeln könnte. Auch mögliche Verbindungen zu Clanstrukturen werden geprüft. Offiziell geben viele Betroffene an, es habe sich um sogenannte Hochzeitsgelder gehandelt. Diese Erklärung wird nun intensiv hinterfragt. Für die Ermittler steht dabei nicht nur der Einbruch im Fokus. Auch mögliche Folgeermittlungen wegen Geldwäsche sind denkbar.
So gingen die Täter vor
Der Einbruch wurde am Montagmorgen nach dem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter hatten nahezu alle 3.250 Kundenschließfächer in der Filiale im Stadtteil Buer aufgebrochen. Zuvor drangen sie in einen Archivraum ein. Von dort aus bohrten sie ein großes Loch in den Tresorraum. Nach bisherigen Erkenntnissen dauerte die Tat möglicherweise mehrere Tage. Die Professionalität deutet auf erfahrene Täter hin. Der enorme Schaden zeigt, wie gezielt und systematisch vorgegangen wurde. Die Tat gilt bereits jetzt als einer der größten Bankeinbrüche in Deutschland.
Versicherungssumme und tatsächlicher Schaden
Ursprünglich wurde die Beute grob mit der Versicherungssumme von rund 30 Millionen Euro beziffert. Später sprach ein Polizeisprecher von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Eine seriöse Gesamtschadenssumme lasse sich jedoch noch nicht festlegen. Der Grund liegt in den zahlreichen Einzelmeldungen der Kunden. Erst nach vollständiger Erfassung aller Verluste wird eine genauere Zahl möglich sein. Experten halten es für realistisch, dass die Versicherungssumme nicht ausreicht. Das könnte erhebliche Folgen für Bank und Versicherer haben.
Überblick der bisher bekannten Zahlen
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Versicherungssumme | ca. 30 Mio. Euro |
| Polizeiliche Schätzung | mittlerer zweistelliger Mio.-Betrag |
| Mögliche Beute laut Hinweisen | über 100 Mio. Euro |
| Aufgebrochene Schließfächer | ca. 3.250 |
Sparkassen-Filiale bleibt geschlossen
Die betroffene Sparkassen-Filiale bleibt vorerst geschlossen. Die Beseitigung der Schäden ist noch nicht abgeschlossen. Spezialisten haben das Loch im Tresorraum inzwischen gesichert. Parallel erfassen Mitarbeiter unter notarieller Aufsicht verbliebene Wertgegenstände und Dokumente. Dieser Prozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Bank bedauerte den Vorfall ausdrücklich. Gleichzeitig betonte sie die enge Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden. Kunden sollen informiert werden, sobald die Filiale wieder öffnet.
Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern
Die Polizei hat Fotos der mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Es handelt sich um Überwachungsaufnahmen aus einem angrenzenden Parkhaus. Die Bilder stammen vom 29. Dezember. Zu sehen sind drei maskierte Personen mit schwarzen Sturmhauben. Auffällig sind rote und grüne Handschuhe. Zudem veröffentlichte die Polizei Bilder eines schwarzen Audi RS 6 und eines weißen Mercedes Citan. Beide Fahrzeuge sollen mit gefälschten Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Trotz zahlreicher Hinweise gibt es bislang keine heiße Spur.
Fazit
Der Einbruch in Gelsenkirchen entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Kriminalfälle der letzten Jahre. Die mögliche Beute von über 100 Millionen Euro sprengt bisherige Dimensionen. Besonders die ungeklärte Herkunft der Gelder macht den Fall brisant. Während Polizei und Sparkasse weiter ermitteln, bleibt die zentrale Frage offen: Wie hoch ist der Schaden wirklich? Die kommenden Wochen könnten entscheidende Antworten liefern.